Wie viele Männer sind zu viele?

Dienstag, 24. Februar 2009 um 14:27

In jeder Beziehung kommt irgendwann mal der Moment an dem die wichtige Frage gestellt wird: „Schatz, wie viele hattest du schon vor mir?“ Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es immer Männer sind, die diese Frage stellen. Das soll zwar nicht heißen, dass mich die Neugierde nicht innerlich auffrisst, es bedeutet lediglich, dass ich lieber neugierig bleibe als meinen Liebsten anzulügen.
Aber als ob Männer unbedingt angelogen werden möchten, stellen sie immer diese Frage. Und die Frauen geben immer auf die gleiche Art und Weise dieselbe Antwort. Zuerst schauen Sie verlegen und ohne ihrem Liebsten ins Gesicht zu gucken antworten sie „ Es waren 3, mein Schatz!“
Ich habe mich schon öfter gefragt, ob Männer wirklich so naiv sind. Wie kann man den tatsächlich glauben, dass eine Frau die insgesamt 8 Jahre Single war nur 3 Männer haben konnte. Denkt ihr denn wir wären aus Stein? Oder hätten weniger Lust auf Sex?

Männer dagegen haben weniger ein Problem damit ihrer Liebsten auf diese Frage zu antworten. Sie hatten mindestens 3-mal so viele Frauen gehabt. Sagen SIE jedenfalls!

Mag sein, dass ich hier Geheimnisse ausplaudere, aber mal ehrlich. Wie viele Männer sind zu viele?
Denken wir mal logisch: Eine Frau, die acht Jahre Single war, hatte durchschnittlich  drei Männer im Jahr (wir gehen mal von der anständigen Variante aus). Über die Zeit verteilt sind es dann 24. Aber wie reagiert ein Mann, wenn er weiß, dass seine gute und liebevolle Freundin schon mit 24 Männern im Bett war???

Aus diesem Grund lügen Frauen! Und dafür kann man uns doch gar nicht böse sein…

strichmannchen1

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1 Kommentar zu Wie viele Männer sind zu viele?

  1. Alexandra schreibt:

    15. Juni 2009 um 21:37

    Nur mal so zum Nachdenken möchte ich dazu meine Geschichte erzählen.
    Bei mir waren es “nur” vier Männer bevor ich Mr. Right kennengelernt habe.
    Eigentlich kannte ich ihn schon länger, es war also keine Liebe auf den ersten Blick.
    Aber als wir zusammen kamen lernte ich ihn besser kennen und merkte bald, dass er für mich die Liebe des Lebens ist!
    Das pure Glück!
    Für ihn war es aber auch die erste Liebe und weil ich Angst hatte, er könnte mich womöglich irgendwann verlassen um ebenfalls noch mehr Erfahrungen mit anderen Frauen zu sammeln machte ich einen Fehler und wurde mit 19 schwanger.
    Natürlich habe ich ihn davor gefragt und natürlich war er auch einverstanden. Und natürlich war das ziemlich naiv von uns.
    Rückblickend glaube ich aber, dass er damals nur Angst hatte ich würde ihn verlassen wenn ich kein Kind von ihm bekäme.
    Ich glaube ich war zu dieser Zeit unendlich wichtig für ihn. So wie er für mich.
    Jedenfalls hatte ich ihm schon ganz zu Begin unserer Beziehung alles über seine Vorgänger erzählt. Er wollte alles wissen und ich habe ihm alles gesagt (Noch ein Fehler!)
    Ja und irgendwann merkte ich, dass ihn etwas beschäftigt. Er wich allen Fragen aber immer aus bis er mir unter Tränen beichtete, dass er mich wegen meiner Ex-Freunde nie so sehr lieben könnte wie er gerne würde und mich in manchen Momenten regelrecht hassen würde weil ich mit anderen im Bett war.
    Etwas später gestand er mir auch dass einer seiner Arbeitskollegen ein Ex-Freund von mir sei der ihn damit regelmäßig aufzog und fertig machte.
    Auf mein Drängen zogen wir in eine andere Stadt und mein Freund fand zum Glück auch gleich eine neue Stelle.
    Wir redeten noch oft und lange über unsere Beziehung und darüber, dass ich Ex-Freunde hatte und mit denen auch im Bett war und er aber keine anderen vor mir hatte.
    Aber irgendwie helfen konnte ich so sehr ich wollte doch nicht. Zu sehen wie er wegen mir leidet und ich nichts tun
    konnte hat mich fertig gemacht. Also habe ich – ohne sein Wissen – eine Psychologin um Rat gebeten. Auch um ihn besser zu verstehen.
    War aber umsonst, denn auf einmal war das Thema für ihn vom Tisch.
    Er sprach nicht mehr darüber und ich musste ihm auch versprechen nie wieder danach zu fragen.
    Ich dachte er hätte vielleicht einen Weg gefunden irgendwie darüber hinweg zu kommen. Unsere Beziehung war auch wieder verliebt wie wie zu Anfang und wir bekamen noch ein zweites Kind.
    So ging das etwa 5 Jahre.
    Eines Abends waren wir im Kino während die Kinder bei Nachbarn waren. Nach dem Kino wollten wir unseren freien Abend noch etwas genießen und sind in ein Restaurant Essen gegangen.
    Nach einer Weile bemerkte ich, dass am Tisch nebenan mein letzter Ex-Freund mit Kollegen saß, und leider bemerkte er auch mich und setzte sich daraufhin ungefragt zu uns. Er fing gleich an zu reden, was er jetzt mache und wie es mir denn so ginge und ob ich noch wüsste von damals und so weiter. Eigentlich nur ein kurzer Smalltalk aber ich wäre am liebsten im Fussboden verschwunden.
    Irgendwann wollten seine Kumpels dann gehen und er ließ uns endlich allein.
    An diesem Abend muss in meinem Freund irgendwas innerlich zerbrochen sein. Später erzählte er mir einmal dass all seine Ängste, Sorgen Gedanken und seine Wut auf mich, welche er jahrelang in sich gefressen hatte, bei diesem Ereigis über ihn zusammengebrochen waren.
    Wir sind dann nach Hause und mir war schon klar, dass jetzt wohl wieder alles hochkommen würde.
    Um es kurz zu fassen: am nächsten Tag hat er Schluss gemacht.
    Er wohnt jetzt 50km weiter weg, kommt am Wochenende zu den Kindern und hat sich völlig verändert.
    Er hatte wohl einige Freundinnen, aber nie etwas festes.
    Ich glaube er liebt mich irgendwie immer noch, aber zu mir zurück kommt für ihn aber nicht mehr in Frage.

    Und was bleibt nun:
    - zwei Kinder ohne richtige Familie
    - eine vermurkste Liebesgeschichte mit zwei unglücklichen Menschen

    Und warum das alles? Wenn ich zurückblicke denke ich, dass es vielleicht einfach daran lag, dass es in unserer Beziehung von Anfang an ein Ungleichgewicht gab. Wahrscheinlich muss die Anzahl der Ex-Partner bei beiden etwa gleich sein, damit Mann sich auf gleichem Niveau fühlt.
    Aber andererseits: wenn er mit vier Ex-Freundinnen im Bett gewesen wäre und ich noch Jungfrau, hätte ich mich dann nicht auch irgendwie ungerecht behandelt gefühlt?
    Wie wäre es mir mit getauschten Rollen ergangen?

    Ich war damals total naiv und neugierig wie es ist Sex zu haben.
    Heute denke ich, dass man den Mann fürs Leben nicht im Bett findet, aber dass jede vorherige Männergeschichte später zur tonnenschweren Hypothek für die Beziehung zu dem einen Richtigen werden kann.
    Ja, Sex ist toll, Sex macht Spaß. Aber es ist auch das Höchste, Schönste und Wertvollste, was zwei Menschen miteinander teilen können. Leider bewerten wir es nicht danach.
    Lieber warten und weiter suchen, bis frau sich ganz sicher ist, als wegen blöder Ex-Freund-Vorgeschichten den Einen zu verlieren.
    Nach diesem Motto erziehe ich nun auch meine Töchter. Ob sie meine Fehler trotzdem wiederholen weiß ich nicht.
    Kinder machen ja generell immer wovor ihre Eltern warnen.

    - Alexandra

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