Vom Schein und Sein (6)

Samstag, 21. März 2009 um 16:50

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Sie war nicht mehr die selbstsichere und intelligente Frau, sondern das junge und unerfahrene Mädchen. Bevor sie etwas sagte, überlegte sie es sich zweimal, ob es nicht zu blöd oder zu kindisch klingt. Selbst beim Essen war sie hochkonzentriert das Weinglas am Stiel anzufassen und den Mund nicht zu voll zu nehmen. Auch wenn sie sonst nicht gute Tischmanieren hatte, hatte sie das Gefühl besonders vorsichtig sein zu müssen.
Er öffnete ihr die Tür und hatte im Gesicht dieses Lächeln, welches sie dahin schmelzen ließ. Die Wohnung war, wie sie schon erwartet hatte, sehr geschmackvoll eingerichtet. Sie passte zu ihm. Sie aßen gemeinsam bei Kerzenschein und im Hintergrund liefen die Jazz-Klassiker von Peter Jason Wilson. Diesmal wusste Emma, sie hatte ihn für die ganze Nacht.
Emma wachte auf als die Wohnungstür zufiel. Ihr Geliebter neben ihr zuckte zusammen und Panik überfiel ihn. Sie verstand nicht was los war. Bis die Frau ins Schlafzimmer hereinkam. Es war seine Verlobte. Emma war nicht mehr die Verliebte, sie war zur Geliebten geworden.

Ende!

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kippfigur6

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1 Kommentar zu Vom Schein und Sein (6)

  1. Vom Schein und Sein (5) | philosophier.net schreibt:

    23. März 2009 um 11:30

    [...] aus der Großstadt « Vom Schein und Sein (4) Vom Schein und Sein (6) [...]

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